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Wildbienen-Detektive im Einsatz: Spannende Einblicke in die Welt der Wildbienen

Im Rahmen des Projekts „Wildbienen-Detektive“ der NABU-Umweltpyramide forschen Schülerinnen und Schüler der Findorff-Realschule ganz genau: Wie nisten Wildbienen eigentlich? Was passiert in den Brutröhren? Und wie entwickeln sich die kleinen Larven zu fertigen Insekten?

Vor kurzem besuchte Bettina Schroeder, Biologin und pädagogische Leiterin der NABU-Umweltpyramide, die Garten- und Nachhaltigkeits-AG der Findorff-Realschule, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern einen Blick auf die vor einiger Zeit aufgestellten Forscher-Nisthilfen zu werfen.

Besonders spannend sind die dabei eingesetzten einsehbaren Bienenbrettchen. Sie enthalten Niströhrchen, in denen die Entwicklung der Wildbienen beobachtet werden kann – von der Eiablage über die Larvenentwicklung bis hin zum fertigen Insekt. Was normalerweise im Verborgenen stattfindet, wird so für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar sichtbar.

Und tatsächlich gab es bei der gemeinsamen Kontrolle einiges zu entdecken: Als Bettina Schroeder zusammen mit den Kindern ein Brettchen aus der Nisthilfe nahm, war das Staunen groß. Viele der Röhrchen waren bereits belegt. Weibliche Wildbienen hatten fleißig Pollen gesammelt, Eier abgelegt und die einzelnen Brutzellen mit Zwischenwänden voneinander getrennt. In einigen Röhrchen waren bereits Larven zu erkennen.

Dabei entstanden sofort zahlreiche Fragen: Warum können bei Wildbienen viele Weibchen Eier legen, während bei der Honigbiene ausschließlich die Königin für den Nachwuchs sorgt? Was fressen die Larven? Und warum baut eine vorbeikommende Wespe plötzlich Holz ab?

Gerade diese unmittelbaren Beobachtungen machen das Projekt so wertvoll. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur theoretisch etwas über Wildbienen, sondern können selbst beobachten, Fragen stellen, forschen und ihre Entdeckungen dokumentieren.

Bettina Schroeder erklärte dabei auch, dass ein klassisches „Insektenhotel“ aus möglichst vielen unterschiedlichen Naturmaterialien nicht automatisch eine gute Nisthilfe darstellt. Beim Projekt „Wildbienen-Detektive“ geht es deshalb ganz bewusst darum, herauszufinden, welche Bedingungen Wildbienen tatsächlich zum Nisten benötigen.

Die Forscher-Nisthilfe an der Findorff-Realschule ist Teil eines gemeinsamen Projekts der NABU-Umweltpyramide mit drei Schulen. Unterstützt wird das Projekt durch die EWE-Stiftung, die die Anschaffung der speziellen Nisthilfen ermöglicht hat.

Für die Garten- und Nachhaltigkeits-AG steht fest: Die Forschung geht weiter! Die belegten Röhrchen werden regelmäßig kontrolliert und die Entwicklungen aufmerksam verfolgt. So wird aus einer Nisthilfe ein kleines Freiluftlabor – und aus Schülerinnen und Schülern werden echte Wildbienen-Detektive. 🐝🔎🌱


Ansprechpartner

Maren Jebram

Englisch, Ev. Religion, Textiles Gestalten, Werken